
Erfahren Sie alle Neuigkeiten rund um die Lifocolor Gruppe

Erfahren Sie alle Neuigkeiten rund um die Lifocolor Gruppe
Die kurze Antwort lautet: Ja, es ist gut möglich, wenn auch nicht ohne Einschränkungen. Entscheidend sind die Qualität des Rezyklats, seine Eigenfarbe und die realistischen Erwartungen an den Ziel-Farbton.
Als Spezialist für die Kreislaufwirtschaft hilft unser Lifocolor-Team Ihnen dabei, das richtige Masterbatch für Ihre Anforderungen zu gestalten.
Der Einsatz von Rezyklaten und damit auch die Anforderungen an die Einfärbung nimmt in der EU messbar zu. Der Industrieverband Plastics Europe beziffert, der Einsatz von Rezyklaten (Post-Consumer-Rezyklat, PCR, und Post-Industrial-Rezyklat, PIR) in der EU seit 2021 um 24 % auf 580 kt (2021: 467 kt) in 2024 angestiegen ist. Diese Steigerungen wurden maßgeblich durch eine Zunahme der PCR-Mengen erreicht, von 369 kt im Jahr 2021 auf 470 kt im Jahr 2023. (Quelle)
Für Verarbeiter und Marken bedeutet das: Neben der Wahl der richtigen wieder verwendeten oder wiederverwertbaren Polymertype muss auch deren Farbe in den Recycling-Kreisläufen zuverlässig funktionieren.
Beim mechanischen Recycling werden Kunststoffe aus unterschiedlichsten, zuvor gefärbten Produkten – in der Regel über den gelben Sack – gesammelt, aufbereitet und wiederverwertet.
Das Ergebnis sind Rezyklate, die bereits von hellgrau bis dunkel, teils mit Gelb- oder Grünstiche farblich "vorbefüllt" sind. Diese Eigenfarbe lässt sich in der mechanischen Kreislaufwirtschaft nicht „entfernen“ oder "wieder herausziehen", sondern muss bei jeder Neueinfärbung berücksichtigt und überfärbt werden.
Wichtig ist dabei die Differenzierung:
Post-Consumer-Rezyklate (PCR) können je nach Marktkomponenten – und hier gibt es mittlerweile auch sehr gut einfärbbare – stärker farblich vorbefüllt sein, da sie aus heterogenen Sammelströmen stammen.
Post-Industrial-Rezyklate (PIR) können zum Beispiel aufgrund besserer Vorsortierungen homogener und heller sein. Bei guten PIR-Qualitäten kann der vorhandene Farbanteil oft geringer sein und damit auch der Aufwand für die Einfärbung.
Die Eigenfarbe des Rezyklats bestimmt maßgeblich die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Einfärbung:
Beim Einfärben von Rezyklaten gilt: Die Ausgangsbasis definiert den Spielraum.
Nicht jeder Wunschfarbton lässt sich mit jeder Rezyklat-Qualität exakt einstellen. In der Praxis bedeutet das, dass Hersteller und Marken gegebenenfalls Kompromisse beim Farbton eingehen oder die Materialzusammensetzung anpassen müssen.
Entscheidend ist eine frühzeitige Abstimmung: Je besser die Rezyklat-Qualität bekannt ist, desto realistischer lassen sich Farberwartungen definieren – technisch wie wirtschaftlich.
Das Einfärben von Rezyklaten ist kein Standardprozess, sondern erfordert partnerschaftliche Abstimmung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Farbvorstellungen, Rezyklat-Anteil, Kostenrahmen und regulatorische Anforderungen müssen gemeinsam betrachtet werden. Häufig liegt die beste Lösung nicht im Maximum, sondern im ausgewogenen Kompromiss zwischen Nachhaltigkeit, Designfreiheit und Wirtschaftlichkeit.
Als Spezialist für Farb- und Masterbatch-Lösungen unterstützt Lifocolor Verarbeiter und Marken dabei, die bestmögliche Farbe in jedem Rezyklat zu erreichen.
📩 Sie haben eine Anwendung aus Rezyklat, für die es einen passenden Farbton benötigt? Kontaktieren Sie uns: oder telefonisch unter +49 (0) 9571 789-0.
Weitere Informationen zu unseren LifoCycle-Produkten erhalten Sie unter unseren Downloads.
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